Medien- und Informationsgesellschaft 1

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Definitionen von Medienpolitik

Was ist Medienpolitik?

Was könnte Kommunikationspolitik sein, und wo liegen die Herausforderungen? Ist Kommunikationspolitik gleich Medienpolitik? Die Zugänge sind so vielfältig wie die Reaktionen - Kommunikationspolitik im Spannungsfeld zwischen totaler Liberalisierung und Regulierung:
  • "Die legislativen Entscheidungen und exekutiven Akte des Staates zur Sicherung von verfassungsrechtlich geschützten Gütern" (Ronneberger 1995, S.191)

  • "Gegenstand des Begriffs Kommunikationspolitik ist jenes Handeln, das auf die Durchsetzung rechtsverbindlicher Regeln für die Individual- und Massenkommunikation zielt. Der Begriff KP ist damit weiter gefaßt als der Begriff MP. Der Begriff MP bezeichnet nur jenes Handeln, das auf eine Ordnung für die Massenmedien zielt, wodurch die Massenmedien als eigentliches Objekt und ihre Ordnung als eigentliches Ziel erscheinen. Diese Vorstellung ist mit den zentralen Elementen eines liberalen Rechtsstaates nur schwer vereinbar, weil hier die Individuen das eigentlich Objekt sind, während die Massenmedien und ihre Ordnung nur Mittel zur Verwirklichung ihrer Rechte darstellen. Die Bezeichnung Medienpolitik impliziert dagegen eine Problemverschiebung in Richtung auf eine an Organisationsinteressen orientierte Politik." (Noelle-Neumann et alii 1994, S. 116f)

  • Nach seiner Präambel soll das Mediengesetz "zur Sicherung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung und Information die volle Freiheit der Medien gewährleisten". [...] hebt die Präambel zugleich hervor, daß (auch) die Medienfreiheit nicht schrankenlos ist. [...] Zweck des Mediengesetzes war - und ist - es, zwischen diesen verfassungsgesetzlich garantierten Rechtsgütern (Medienfreiheit einerseits - Persönlichkeitsschutz und Unabhängigkeit der Rechtssprechung andererseits) eine vernünftige, verfassungskonforme Balance herzustellen. (Mayr, Peter G. (Hg.): Das neue Medienrecht. Wien 1993)

  • Throughout the world, information and communications technologies are generating a new industrial revolution already as significant and far-reaching as those of the past. It is a revolution based on information, itself the expression of human knowledge. Technological progress now enables us to process, store, retrieve and communicate information in whatever form it may take - oral, written or visual - unconstrained by distance, time and volume. This revolution adds huge new capacities to human intelligence and constitutes a resource which changes the way we work together and the way we live together. (Bangemann, Martin: Bangemann-Report http://www.ispo.cec.be/infosoc/backg/bangeman.html#chap1)

  • "Governments of the Industrial World, you weary giants of flesh and steel, I come from Cyberspace, the new home of mind. On behalf of the future, I ask you of the past to leave us alone. You are not welcome among us. You have no sovereignty where we gather. We have no elected government, nor are we likely to have one, so I address you with no greater authority than that with which liberty itself always speaks. I declare the global social space we are building to be naturally independent of the tyrannies you seek to impose on us. You have no moral right to rule us nor do you possess any methods of enforcement we have true reason to fear. (Barlow, John Perry: Declaration of Independence of Cyberspace, 1996)